Info über Fairboxen
1. Ausgangslage
In scheinbar immer komplexer und vielfältiger werdenden Gesellschaften fühlen sich viele Menschen heutzutage überfordert oder frustriert und es fällt ihnen häufig schwer, mit ihnen Ängsten vor Versagen und aufkommenden Gefühlen von Wut, Enttäuschung immer angemessen umzugehen. Insbesondere bei vielen Jugendlichen besteht der Bedarf, sich in ihrer Identitätsfindung auch auf der sozialemotionalen Ebene handlungssicher und kontrolliert bewegen zu können.
Ebenso führen Vereinzelung, soziale Notlagen und erfahrene Benachteiligungen zu körperlichen Verspannungen, Stress und aggressivem Verhalten. Um hier wieder zur Ruhe zu kommen und das Gleichgewicht zu finden, sind die Übungen vom Fair Boxen-Training konzipiert worden.
2. Ziel
Ziel des Fair Boxens ist, über spezielle Bewegungsablaufe, Haltungs- und nonverbale Kommunikationstechniken ein positives Körpergefühl bei der Zielgruppe zu entwickeln, um im Weiteren „faire" Verhaltensmuster im zwischenmenschlichen Umgang zu trainieren. Die Zielgruppe wird für gegenseitige Wertschätzung sensibilisiert und angeleitet, empathische Fähigkeiten, kontrollierten Krafteinsatz sowie das Beherrschen von Angst- und Wutgefühle zu entwickeln, zu praktizieren und für den Alltagsgebrauch zu verfestigen.
Darüber hinaus werden innerliche Verspannungen, Unruhe und latent aggressive Haltungen in Bewegungsablaufen eingebunden und beseitigt. In abwechslungsreichen Übungen und gezieltem Einsatz des Elementes „Lachen" wird im Fair Boxen die Ernsthaftigkeit herausgehalten und das möglichst harmonische und faire Miteinander-Boxen in den Vordergrund gestellt
3. Zielgruppen
Das Angebot richtet sich an alle Zielgruppen.
Es können sowohl Gruppen- als auch Einzelveranstaltungen durchgeführt werden, die darüber hinaus auch auf spezielle Personengruppen mit besonderer Bedarfslage hin ausgerichtet werden können.
4. Durchführung / Methodik
In Gruppen- bzw. Einzelarbeit werden die Teilnehmer/-sinnen durch einen erfahrenen Trainer angeleitet, technische Bewegungsablaufe sowie Schlag-, Schritt-, Atem- und Konzentrations- und Entspannungsübungen - meist als Partnerübung - durchzuführen. Hierbei kommt es darauf an, ein eigenes Körpergefühl zu entwickeln, die Selbst Wahrnehmung zu stärken.
Worum geht es beim Fairboxen?
Grundsätzlich geht es beim Fairboxen, wie der Name bereits andeutet, in den Übungen nicht darum, sein Gegenüber zu besiegen, sondern in kontrollierten Bewegungsabläufen aufeinander abgestimmte Verhaltenstechniken auszufahren.
Im Vordergrund steht dabei, sein Gegenüber ebenso wahrzunehmen, einschätzen zu lernen und das eigene Verhalten darauf einzustellen. Es wird nicht gegeneinander, sondern miteinander geboxt, der Kräfteeinsatz kontrolliert, ohne sein Gegenüber ernsthaft treffen zu wollen, somit Ängste abgebaut und die Persönlichkeit positiv beeinflusst.
Die Bewegungsabläufe werden ständig durch den Trainer beobachtet, begleitet, kommentiert und erklärt. Er befindet sich in einem permanenten Austausch mit den Teilnehmern/-innen. Somit werden Sinn und Zweck der Übungen deutlich, die Jugendlichen lernen, ihre Konzentration, ihre Atmung, ihre Gedanken in positivem Sinne auf ihr Gegenüber zu richten.
4. Rahmendaten
Für eine optimale Durchführung eines Fairboxen-Trainings können Gruppen mit bis zu 10 Teilnehmern/-innen gebildet werden. Einzeltrainings sind in speziellen Situationen, in denen Jugendliche zunächst auf das Gruppentraining vorbereitet werden können, ebenfalls vorgesehen.
Die Übungen können in großen Seminarräumen, Klassenräumen, Sporthallen etc. durchgeführt werden. Entsprechende Ausrüstung für die Teilnehmer/-innen (Boxhandschuhe) werden vom Trainer gestellt. Der Einsatz kann mobil erfolgen, d.h. ist nicht unbedingt an einen bestimmten Raum gebunden. Es ist jedoch vorteilhaft, dieses Angebot als ein stationäres vorzuhalten, um Vernetzungen und Anbindungen an weitere Jugendprojekte vor Ort zu gewährleisten.
Die angeleiteten Unterrichtseinheiten werden im 90 Minuten-Block durchgeführt, die bei Bedarf verkürzt oder auch verlängert werden können.
Es erweist sich als sinnvoll in regelmäßigen (z.B. wöchentlichen) Abständen das Fairboxen-Training durchzuführen, mindestens über einen Zeitraum von 6 Monaten, Idealerweise jedoch länger.
6. Nachhaltigkeit / Ausblick
Durch das wiederholte Üben von Verhaltensweisen und interaktiven Handlungsmustern wird auf Dauer eine Verbesserung des persönlichen Körpergefühls, auf sozial-emotionaler Ebene die Einstellung zu Mitmenschen und insgesamt ein angemessenes Verhalten herbeigeführt. Als ein weiterer Lernerfolg
kann angeführt werden, dass die Teilnehmer/-innen ihre vorhandenen Angst- und Wutgefühle entsprechend wahrnehmen, kanalisieren und umlenken können. Dies ist auf Dauer für ein friedliches und verständnisvolles Miteinander wichtig.
7. Referenzen
Dieses Konzept basiert auf jahrelangen Erfahrungen des Fairboxen-Trainers Cebrail Beyazgül im Umgang und Training von unterschiedlichen Zielgruppen.
Dieses Konzept wird zurzeit erfolgreich als ein festes Unterrichtsmodul zum Stressabbau and Anti-Aggressionstraining in den Jugendprojekten MOVE und HOFFNUNG des Türkischen Bundes in Berlin-Brandenburg eingesetzt.
Lachen ohne Grund ...
wie aus einem Artikel eine weltweite Bewegung wurde ...
Das Lachyoga selbst wurde erfunden von Dr. Madan Kataria, einem Arzt aus Mumbai in Indien. Er wollte 1995 einen Artikel schreiben für sein Magazin "My Family Doctor", das er regelmäßig herausgab - zum Thema "Lachen ist die beste Medizin." Bei seinen Recherchen stieß er auf eine solch überwältigende Flut an wissenschaftlichen Belegen über die gesundheitlichen Wirkungen des Lachens, dass er sich entschied, die guten Wirkungen des Lachens in einer Art "Feldstudie" herauszufinden.
Er ging gleich am nächsten Morgen früh in den Park und schaffte es, einige Leute dort zu motivieren, einen "Lachclub" zu gründen. Innerhalb von wenigen Tagen wuchs diese kleine Gruppe auf über 50 Leute an. Es fing damit an, dass die Teilnehmer sich gegenseitig Witze erzählten, alle lachten und fühlten sich für den Rest des Tages gut. Doch schon nach kurzer Zeit gingen die guten Witze aus, sie wurden anzüglich, rassistisch, sexistisch. Es war klar: Er musste eine Möglichkeit finden, die Leute auch ohne Witze zum Lachen zu bringen.
Nach erneuter intensiver Recherche fand Dr. Kataria die Lösung: Die menschliche Psyche kann nicht zwischen unechtem und echtem Lachen unterscheiden. Die Stoffe, die den Menschen dazu bringen, sich glücklich zu fühlen, werden so oder so ausgeschüttet. So war die Idee geboren: "Lachen ohne Grund." Gemeinsam mit seiner Frau Madhuri, Yogalehrerin, entwickelte er die neuen Lachyoga-Übungen: Eine Mischung aus Yoga-Atemübungen (Pranayama), Stretching, pantomimischen Lachübungen und kindlicher Verspieltheit.
Seitdem ist aus diesem ersten Lachclub in Mumbai eine überwältigende, weltweite Lachbewegung geworden. Heute gibt es über 5.000 Lachclubs, unter anderem in Indien; Israel, USA, Kanada, Australien, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Belgien, Portugal, Österreich, Schweiz, Schweden, Spanien, Norwegen, Dänemark, Ungarn, Irland, Niederlande, Finnland, Singapur, Indonesien, Malaysia, Vietnam, Taiwan, Hong Kong und Dubai. Zahlreiche TV-Sender haben Berichte über Lachyoga gebracht, immer mehr Artikel, erschienen in Zeitungen und Zeitschriften, in Deutschland und international.
Das Phänomen Lachyoga:
Warum können wir nicht glücklich sein?
Viele Menschen haben das Lachen verloren. Und immer mehr Menschen werden sich dessen bewusst. Und sie fangen an zu suchen. Nur wissen sie oft noch nicht so genau, wonach. Doch warum ist es soweit gekommen? Warum sind wir so ernst, so gestresst, so unter Druck und gleichzeitig apathisch?
Stress
Angst um den Job, Erfolgsdruck, Stress in der Partnerschaft, jeden Tag schlechte Nachrichten im Fernsehen. Schuld, Zweifel, Angst und Sorge - all das sind Dinge, die uns Stress bereiten. Und Stress - wenn negativer Stress - ist Gift für Körper und Seele.
Verdrängung
Dazu kommt: Wir sind Meister im Verdrängen geworden. Wir hoffen auf morgen, schweigen im gestern, beschuldigen die anderen für unsere Misere und sind oft nicht bereit, Verantwortung für uns selbst zu übernehmen und an unseren Problemen zu wachsen. Doch nur im Hier und Jetzt ist das höchste Glück erfahrbar!
Alles was nicht im Jetzt ist, ist Schuld oder Angst!
Wir zermürben ins mit Schuldgefühlen, die eine Folge von Handlungen sind, die wir in der Vergangenheit getätigt haben. Doch die sind nicht mehr zu ändern. Manchmal ist es jedoch einfacher, die Fehler in der Vergangenheit zu suchen, als JETZT an uns selbst und am eigenen Glück zu arbeiten. Dabei ist es ein wichtiger Part unserer Persönlichkeitsentwicklung, aus unseren Fehlern zu lernen und daran zu wachsen, statt uns selbst noch dafür Vorwürfe zu machen.
Angst
Auch Angst hält uns oft davon ab, im Jetzt aktiv zu werden. Wir machen uns Sorgen über etwas, das noch nicht eingetreten ist, das irgendwo in der Zukunft liegt. Für manche ist das eine gute Ausrede, nicht aktiv zu werden. Das beste Gegenmittel: aktiv werden! Löse Dich von der Angst, und Du kannst alles erreichen! Oder auch: "Da wo die Angst ist, da geht's lang. "
Rationales Denken ' Wir müssen ernst sein, Probleme rational lösen, so ist unser Denken geprägt. Wer lacht, wind als irrational angesehen, "nicht ernst genommen". Gleiches gilt übrigens auch für Weinen. Wir leben in einer Gesellschaft, in der Gefühle lieber unterdrückt als zugegeben werden. Die Verdrängung und Unterdrückung von Gefühlen ist einer der Hauptgründe für viele physische wie psychische Krankheiten.
Lachen ist gesund...
Drei Mythen über das Lachen
1. Du musst humorvoll sein, um lachen
2. Du musst glücklich sein, um zu lachen
3. Du musst einen Grund haben, um zu lachen
Traurige Erkenntnis: Die Menschen haben das Lachen verloren
Dr. Michael Titze, eine deutscher Psychologe, hat herausgefunden: In den 50er Jahren
haben die Menschen 18 Minuten am Tag gelacht, heute sind es nur noch 6 Minuten im
Schnitt - trotz gestiegenen Lebensstandards.
Der Sinn für Humor ist "ernster" geworden: Dinge, die vor 50 Jahren den Menschen noch ein herzhaftes Lachen beschert haben, sind ihnen heute oft nicht mal ein Lachen wert.
Glück wird von äußeren Umständen abhängig gemacht
“Glück” ist von allem ein Zustand des Gehirns. Oft ist dabei der Gedanke vorherrschend
"wenn ich erstmal das und das habe/ kann/ mache, dann bin ich endlich glücklich." Das ist ein Trugschluss: Denn selbst wenn ich bekomme, was ich will: diese Art von Glück hält nie lange an, weil nach relativ kurzer Zeit der Faktor der Gewöhnung eintritt: Das, was ich mir so sehr gewünscht habe, ist jetzt nichts Besonderes mehr. Also kommt der nächste Wunsch. Doch wahres Glück tritt so niemals ein.
Die Gute Nachricht:
Wir können etwas ändern!
Im Moment ist ein gewaltiger Bewusstseinswandel im Gange. Du selbst hast die große Chance, diesen Wandel mitzugestalten! Trage das Lachen in die Welt hinein und rede nicht nur davon, sondern lebe diese Philosophie vor. Du wirst feststellen: Die Menschen freuen sich über positive Menschen und positive Impulse! Und vor allem: Du selbst wirst erstaunt sein, was dann alles passiert. Denn das, was Du in die Welt hinein sendest, kommt auch zu Dir zurück.
Lachen ist Gesund...
Das Lachen gesund ist, es ist nicht nur eine Redensart, Sondern auch wissenschaftlich Erwiesen. Wissenschaftler haben es längst bestätigt: Lachen ist nicht nur gut für die Seele, sondern auch für den Körper. Japanische Forscher haben nun sogar herausgefunden, dass Diabetiker beim Betrachter einer amüsanten Komödie viel niedrigere Blutzuckerwerte hervorrufen, als beim Lauschen eines langweiligen Vortrages.
Testversuch
Amerikanische Herzspezialisten haben bei einer Studie an 20 Testpersonen die Auswirkung des Humors auf die Blutgefäße untersucht.
Den Kandidaten wurden mittels einer Oberarmmanschette ähnlich wie beim Blutdruckmessen die Blutgefäße kräftig zusammengepresst. Von dieser Prozedur erholten sich die Blutgefäße rasch, wenn die Versuchspersonen einen lustigen Spielfilm vorgeführt bekamen.
Nach dem Betrachten eines spannungsgeladenen Actionfilmes dauerte dieser Vorgang viel länger.
Was Lachen alles bewirkt
Mehr als 400 Muskeln werden aktiv, das Herz Beginnt schneller zu schlagen, Glückshormone werden ausgeschüttet, Stresshormone werden abgebaut. Die Gehirnaktivität steigt schlagartig. Das und mehr bewirkt Lachen.
Eine Minute Lachen ist wie 45 Minuten Entspannungstraining.
Jeder kann Lachen. Wenn man lacht, werden positive Hormone und Botenstoffe ausgesendet. Warum genau das bewirkt wird, daran forscht die Wissenschaft noch heute. Eines weiß man jedoch bestimmt: Lachen kann jeder, ohne Ausnahme.
Kinder lachen am meisten !
Kinder tun ihrem Körper bis zu 400 Mal am Tag etwas Gutes. Erwachsene nur etwa 15 Mal pro Tag. In unserer Gesellschaft hat Fröhlichkeit, Humor und Witz nur einen ganz kleinen Stellenwert. Daher erziehen wir es unseren Kindern schlicht und einfach ab. '
Männer und Frauen lachen anders
Lachhafte Unterschiede gibt es auch zwischen Frauen and Männern. So sollen laut der Geotologie der Lachforschung- Frauen eher Kichern, Gackern oder Glucksen. Männer hingegen klatschen sich beim Lachen aber öfter auf die Schenkel.
Die beste Medizin
Lachen stärkt übrigens das Immunsystem und hilft beim Abbau schädlicher, Stresshormone. Lachen ist also die beste Medizin.
Richtiges atmen stärkt Körper und Geist! Richtige atmen stärkt Körper und Geist!
Ohne Atemluft können wir nicht leben. Wir holen Luft, ohne darüber nachzudenken. Dabei ist richtiges Atmen wichtig - nicht nur, wenn man Unter Asthma oder Bronchitis leidet. Die richtige Atmung macht unseren Körper fit und lässt uns den Alltag entspannter bewältigen. Beim Atmen gelangt Sauerstoff aus der Luft in den Körper, gleichzeitig wird Kohlenstoffdioxid aus dem Blut abtransportiert.
"Die Sauerstoffversorgung ist wichtig, damit die gesamten inneren Organe gut durchblutet werden, aber natürlich in erster Linie das Gehirn. Die Konzentrationsfähigkeit hängt auch mit der Sauerstoffaufnahme zusammen, auch der ganze Muskelapparat braucht viel “Sauerstoff ", erklärt die Kasseler Atemtherapeutin Annette Köhler.
Auf Sauerstoffmangel reagiert der Körper mit einem herzhaften Gähnen, was automatisch zum kräftigen Einatmen zwingt. Tiefes, ruhiges Ein- und Ausatmen bewirkt also eine bessere Sauerstoffversorgung von Hirn und Organen, es kräftigt aber auch die gesamte Konstitution: Wenn man entspannt atmet, stellen sich die oberflächlichen, also die peripheren Gefäße weiter und dadurch werden die Gliedmaßen besser durchblutet.
Ideal ist eine Mischung aus Bauch- und Brustatmung. Viele Menschen sind aber verspannt, haben eine falsche Haltung oder sitzen gekrümmt und atmen deshalb nicht bis tief in den Bauch hinein. Kurze, flache Atemzuge, wie wir sie als Hecheln bezeichnen, machen jedoch Wenig Sinn. Die Lunge ist gerade im unteren Bereich gut durchblutet Und kann dort besonders viel Sauerstoff aufnehmen. Das A und O ist also eine richtige Atemtechnik.
“Tiefes Atmen soll man nicht so verstehen, dass man sich dabei furchtbar anstrengt, sondern es ist ein wohliges Atmen - etwa so, wie wenn ich gleich einschlafe, wie eine Katze, die sich gerade in der Sonne räkelt."